Sonntag, 19. November 2017

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Eine Kämpferin fürs Frauenpriestertum


Sie ist gläubige Katholikin, studierte Theologin, geht regelmässig zum Boxtraining, ist jung, modern, aufgeschlossen und polarisiert – die Rede ist von Jacqueline Straub. Die 27-Jährige will die erste Priesterin in der römisch-katholischen Kirche werden.

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Beten, boxen, Bücher schreiben – Jacqueline Straub kämpft nur für eines: das katholische Frauenpriestertum. (Foto: zvg)

 «Ich bin zur Priesterin berufen – auch, wenn ich es bislang noch nicht leben kann», sagt die Schwäbin, die in Luzern lebt. Jacqueline Straub setzt sich für eine Reformation der katholischen Kirche ein. "Ich fühle seit meiner Jugend eine Berufung zur Priesterin. Dieses Brennen in meinem Herzen ist so stark, dass ich mich dafür einsetzen muss. Auch weil ich weiss, dass Gott mich dort haben will." Jacqueline Straub will genau das machen, was der Priester macht: Predigen, Evangelium verkünden, Eucharistie feiern und die Sakramente spenden. "Es ist an der Zeit, dass Frauen dies tun können, denn sie können es genauso gut. Ich bin fest davon überzeugt, dass Frauen der katholischen Kirche guttun und Priesterinnen zur Imageaufwertung beitragen würden. Frauen sollten Priesterin werden, weil es dem Evangelium entspricht und weder biblisch noch dogmatisch etwas gegen Frauen im Priesteramt spricht."

Ihre Standpunkte verteidigt Sie diesen Donnerstag ab 20 Uhr in Zofingen. Im Rahmen der Septembervorträge findet im reformierten Kirchgemeindehaus eine Podiumsdiskussion zum Thema «Baustelle Kirche – Renovation oder Umbau?» statt.

Das ausführliche Interview mit Jacqueline Straub lesen sie in der Dienstagsausgabe von ZT/LN.

Kommentare zu diesem Artikel (2)

Bruno Walliser, 12.09.2017, 17:52 Uhr

"Baustelle Kirche-Renovation oder Umbau" mit der Zulassung als Priesterin von Jacqueline Straub und weiteren Frauen könnte die Kirche nur gewinnen. Warum eigentlich so festgefahren und unflexibel. Die Zeiten ändern sich. Auch die Kirche sollte sich anpassen. Die Kirchenaustritte sprechen ja eine deutliche Sprache. Dem sollte entgegengewirkt werden mit modernen Mitteln und einer Umgestaltung der alten Strukturen. Das würde mehr Probleme lösen, als neue schaffen.


Einwohner, 12.09.2017, 10:57 Uhr

Spricht grundsätzlich nichts dagegen als Pristerin sich zu verwirklichen. Gott hat sicher auch seine Freude mit einer jungen hübschen Dame eine Partnerschaft einzugehen, da er doch ansonsten nur von Männern umgeben ist.
Ich persönlich sähe Frau Straub eher in der Nachfolgerolle von Mutter Theresia die wirklich mit eigener Kraft den Ärmsten der Armen geholfen hat.
Die Religionen sind und bleiben das Grundproblem der Menschheit auf Erden.
Ich wünsche Frau Sraub alles Gute ihre Zufriedenheit zu finden.


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