Montag, 30. November 2020

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Vergewaltigung: Verteidiger fordert Freispruch


Vor dem Bezirksgericht Zofingen stand am Donnerstag ein 30-jähriger Portugiese. Er soll in Oftringen eine Frau grausam vergewaltigt, in Zofingen eine andere auf grausame Weise sexuell genötigt haben. Der Staatsanwalte forderte 14 Jahre und 3 Monate Gefängnis, der Pflichtverteidiger einen vollumfänglichen Freispruch. 

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Die Anklageschrift schildert detailliert, wie rücksichtlos B.* gegen seine Opfer vorgegangen sein soll. Der eine Übergriff ereignete sich in Zofingen kurz vor Weihnachten 2014, am 19. Dezember. Sandra G.** begab sich an diesem Abend in den Keller des Mehrfamilienhauses, wo sie wohnt, um einen Stapel Wäsche zu waschen. Um 22.30 Uhr verliess sie die Wohnung erneut, um die Wäsche zu holen. Die Wohungstür liess sie offen. Als sie in die Wohnung zurückkehrte, roch sie Zigarettenrauch und hielt unter anderem im Schlafzimmer Nachschau. Dort wartete der maskierte B. auf sie: Er bedrohte Sandra G. mit einem 30 Zentimeter langen Messer. Es kam zu einem Gerangel, worauf B. sein Opfer verletzte und mit einer Pistole bedrohte. Er fesselte Sandra G., verging sich an ihr und suchte das Weite. Die Frau erstattete noch in der gleichen Nacht Anzeige – sie hatte ihren Peiniger, der im gleichen Haus wohnte, erkannt. Die Polizei fand wenig später in der Wohnung von B. die Gegenstände, die ihn überführten, darunter Kleider, das Klebeband und das Messer. Schon am Tag nach dem Übergriff kam er in Untersuchungshaft.

Im Laufe der Ermittlungen stiess die Polizei auf ein weiteres Verbrechen, das B. zur Last gelegt wird. Am 3. November 2009 soll er in Oftringen eine Verkäuferin vergewaltigt haben. Er soll der Frau nach Arbeitsschluss kurz vor 1 Uhr nachts abgepasst und sie in ein Gartenhäusen gedrängt haben. Dort soll er sein Opfer mit einem Stein bedroht, sie zum Oralverkehr gezwungen und anschliessend vergewaltigt haben. Nach dem grausamen Übergriff war die Frau schwer traumatisiert – und ist es bis heute. Sie nahm 10 Kilogramm ab, wurde von Panikattacken heimgesucht und war lange Zeit arbeitsunfähig. Auf die Spur kam die Polizei B. aufgrund eines Treffers in der DNA-Datenbank: Die genetischen Profile des Täters stimmen in beiden Fällen überein. Trotzdem bestritt B. gestern vor Gericht, der Vergewaltiger von Oftringen zu sein. 

Zur Debatte standen aber noch weitere Straftatbestände. Auf dem Smartphone von B. fanden die Ermittler verbotene Gewalt- und Pornovideos, in der Wohnung stiessen sie auf Marihuana.

Der Staatsanwalt forderte eine Gefängnisstrafe von 14 Jahren und 3 Monaten. Der Pflichtverteidiger dagegen verlangte einen vollumfänglichen Freispruch; ausserdem soll sein Klient 10000 Franken Genugtuung erhalten plus 300 Franken für jeden Tag, den er in U-Haft sass. Das entspricht einer Summe von über 300000 Franken. Ein Urteil lag am Mittwoch noch nicht vor.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der ZT/LN-Ausgabe vom Freitag.

*Name der Redaktion bekannt

** Name geändert

Kommentare zu diesem Artikel (3)

Klliker, 04.02.2018, 15:28 Uhr

Solche Pflichtverteidiger sollten unverzüglich ins Gefängnis gesteckt werden


Esther, 15.09.2017, 09:18 Uhr

Danke Herr Michael Oelting für Ihren Kommentar! Ich bin ganz genau Ihrer Meinung. Solche Pflichtverteidiger sind untragbar. Ich wurde vor 30 Jahren auch überfallen und leide heute noch darunter. Pflichtverteidiger sollte man abschaffen, sie sitzen den Steuerzahler auf dem Portemonnaie!


Michael Oelting, 15.09.2017, 06:18 Uhr

Der bewaffnete Täter hat bewusst den Tod seiner Opfer in Kauf genommen. Daher ist selbst die Forderung des Staatsanwalts (14 Jahren und 3 Monate) zu mild. Ein Verteidiger, der vollumfänglich Freispruch fordert und 300000 SFR Genugtuung ist jedoch untragbar. Diesem Mann gehört die Lizenz entzogen. Ferner gehört dieser weltfremde Rechtsverdreher selber weggesperrt, und zwar für immer.


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